Methode
Unsere Forschung ist vorangig als digitale Ethnographie zu verstehen. Das Forschungsmaterial besteht aus Vorträgen, Podiumsgesprächen und Social-Media-Material, die von extrem rechten Akteur*innen ins Internet gestellt werden. Wir untersuchen das Material, indem wir es anschauen, dokumentieren, transkribieren und anschließend systematisch codieren. Dabei gehen wir induktiv vor ohne vorgegebene Codes. Da wir als kollektiv arbeiten, ist es wichtig, die Bedeutung der Codes gemeinsam zu diskutieren. Zusammen gruppieren wir die kleinteiligen Codes in größere Schlüsselthemen und Kategorien und schreiben analytische ‘Memos’. Diese benutzen wir dann für die Produktion der Podcasts.
Was ein Code ist? #
Ein Code kann als eine Art Verschlagwortung des Forschungsmaterials verstanden werden. Es ist ein Wort oder eine kurze Wendung, die zusammenfasst, was an einer bestimmten Stelle des Materials relevant ist. Das kann sich auf das Gesagte beziehen, auf etwas, was getan wird, auf Gefühle, die produziert werden, oder alles, was für die Forschung wichtig ist. Codieren ist ein Akt der Interpretation und bildet den Übergang vom Stukturieren der Daten zur Analyse. Da wir ohne vorab festgelegte Codes arbeiten, entwickeln wir Schlüsselthemen, Kategorien und analytische Konzepte induktiv aus dem Material heraus.
Was wir veröffentlichen? #
Öffentlich machen wir die daraus entstehenden Ergebnisse in Form von Audio- und Video-Podcastfolgen und sonstigen studentischen Arbeiten. Gerne beantworten wir aber auch alle Anfragen zu unserer Methode, Codes und Memos.